2008 | Münster-Wolbeck

Wasser und Freizeit

Von Yilmaz Sanli


Münster. Gut gelaunt probierten die Triathletinnen und Triathleten von Wasser + Freizeit Münster vor dem Wolbecker-Hallenbad ihre neuen Einteiler an. Einer nach dem anderen gingen sie anschließend – mit einem breiten Grinsen – weiter zum Fototermin und danach schnell weiter zum Training für die anstehende Saison. Eigentlich nichts Außergewöhnliches, doch „das ist das erste Mal überhaupt, dass wir komplett einheitliche Anzüge haben“, klärt der Vorstandvorsitzende Ralf Pander die Freude über die schicke Errungenschaft des Vereins stolz auf.

Es ist nicht das einzige Novum in diesem Jahr: Zum ersten Mal werden nämlich neben der ersten Garde in dieser Saison eine zweite Herrenmannschaft und eine neu formierte Damenmannschaft den Ligabetrieb aufnehmen.

Es tut sich was beim W&F. Am letzten Maiwochenende ist Saisonauftakt der Männer beim Mannschaftssprint in Saerbeck. Für die erste Mannschaft, die durch den Verzicht einer anderen Mannschaft in die NRW-Liga hochgerutscht ist und somit auch Neuland betritt, ein erster Prüfstein.

„Wir hoffen in erster Linie natürlich, dass wir die Klasse halten können“, gibt Männer-Team-Koordinator Willi Hiegemann zunächst bescheidene Ziele aus. Dabei kann sich sein Team durchaus sehen lassen. Dem einzigen Abgang, Thomas Caruso, stehen zwei hochkarätige Neuzugänge gegenüber: Der eine ist Michael Kappelhoff vom SuS Stadtlohn. „Seit über 20 Jahren“, so Hiegemann, mischt er mittlerweile schon als aktiver Triathlet im Geschehen mit, unter anderem zwei Spielzeiten in der Bundesliga. Im letzten Jahr qualifizierte sich der 32-Jährige für den wohl prestigeträchtigsten Startplatz im Triathlonsport, dem Ironman in Hawaii. Doch ein Schulterbruch wenige Tage vorher verhinderte seine Teilnahme. Jetzt ist er wieder fit und freut sich auf die neue Herausforderung in Münster.

Der andere Neuling dürfte der hiesigen lokalen Sportszene bestens bekannt sein. Es ist der mehrfache Saerbeck-Classic-Gewinner Martin König aus Telgte. Zwar plant er aus terminlichen Gründen zunächst nur bei einem von den insgesamt fünf Teamwettkämpfen dabei zu sein, doch insgeheim hoffen die Verantwortlichen auf mehr, was die Qualität des Teams erheblich steigern würde. „Dann können wir auch endlich Trifinish hinter uns lassen“, schickt Pander mit einem Augenzwinkern eine Kampfansage an den Lokalrivalen.

Auch die Damenmannschaft blickt ihrer Premieren-Saison mit großer Spannung entgegen. Über Zeitungsinserate, Aushänge und „nette Plaudereien hier und da“, rekrutierte Mannschafts-Organisatorin Monika Heithorn in den vergangenen zwei Jahren insgesamt zwölf Athletinnen, darunter etatmäßige Marathonläuferinnen und Sportstudentinnen, für ihre Triathlontruppe. „Wir haben einige richtig gute Athletinnen in unseren Reihen und sind zu einer richtigen Gemeinschaft gewachsen, was bei diesem Einzelsport nicht unbedingt gewöhnlich ist“, vergibt Heithorn selbstbewusst erste Vorschusslorbeeren.

Ihr Vorgabe für die Damen-Regionalliga-Saison ist es, „irgendwo oben mitzumischen“. Die erste Möglichkeit, dem ambitionierten Ziel ein Stück näher zu kommen, hat ihr Team eine Woche nach den Männern im Juni, beim Saisonauftakt in Harsewinkel.

 

(Quellen und Bildnachweis für nachstehende Inhalte dieser Webseite: Westfälische Nachrichten - Lokalredaktion Telgte. Die Zustimmung zur Veröffentlichung auf meiner Webseite liegt mir - Martin König - vor)